INSA und Forsa sehen die AfD klar vorn, unsere Projektion gibt ihr jetzt 200 Sitze
Beide Umfragen seit unserem letzten Wochenüberblick sehen die AfD vorn, bei INSA mit 10,5 Punkten, bei Forsa mit 6. Unsere Projektion: AfD 200 Sitze bei 27,7 Prozent, CDU/CSU 148.
Written in house from our poll data and our forecast.
Seit unserem letzten Wochenüberblick sind zwei Bundestagsumfragen erschienen, und beide sehen die AfD vorn. INSA hatte für Bild (26. Oktober) die AfD bei 29,5 und die CDU/CSU bei 19, ein Vorsprung von 10,5 Punkten, dazu SPD und Grüne bei je 14, die Linke bei 10 und die FDP bei 5. Gegenüber der INSA-Umfrage vom 23. Oktober bewegte sich keine Partei um einen Punkt oder mehr.
Forsa hatte für RTL und ntv (26. Oktober) die AfD bei 27 und die CDU/CSU bei 21, ein Vorsprung von 6 Punkten. Für die Union ist das ein Punkt mehr als in der Forsa-Umfrage eine Woche zuvor, die AfD blieb unverändert. Forsa sah die Grünen bei 16 und die SPD bei 13.
Der Umfrage-Check
INSA sieht die AfD meist etwas höher und die Union etwas niedriger als andere Institute. Berücksichtigt man das, wird aus dem Vorsprung von 10,5 Punkten etwa 9. Forsa liegt bei beiden Parteien nah am Durchschnitt, sein Vorsprung von 6 Punkten wird zu etwa 5. Die 14 Prozent für die Grünen bei INSA liegen 2 Punkte unter dem Median der anderen Umfragen jener Woche. Das Politbarometer, das die Union am 22. Oktober 3 Punkte vorn sah, ist weiterhin die einzige Umfrage seit Mitte September mit der CDU/CSU auf Platz eins.
Unsere Projektion
Die AfD liegt in unserem Durchschnitt bei 27,7 Prozent, 7,1 Punkte vor der CDU/CSU mit 20,6. Die Grünen kommen auf 14,8, die SPD auf 13,6 und die Linke auf 10,6. Würde der Bundestag nach diesen Zahlen gewählt, erhielte die AfD 200 Sitze, 12 mehr als vergangene Woche, und die CDU/CSU 148. Die Grünen hätten 106, die SPD 98, 11 weniger, und die Linke 77.
CDU/CSU, SPD und Grüne haben zusammen in 97 Prozent unserer Simulationen eine Mehrheit, nach 99 in der Vorwoche. Die FDP mit 4,0 schafft die 5 Prozent in 24 Prozent davon, das BSW mit 3,2 in 4.
Der Hintergrund
Die Rente spaltet die Koalition weiter. Am 28. Oktober sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi, die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte, die frühere Rente mit 63, dürfe nicht aufgehoben werden. Die Rentenkommission will sie abschaffen. Friedrich Merz hält an seinem Zeitplan fest: Das Rentengesetz soll noch in diesem Jahr ins Kabinett und im ersten Quartal 2027 durch den Bundestag.
Die nächste Bundestagswahl ist spätestens am 25. März 2029 fällig.
Polling Forecast liest jede Umfrage in zehn Ländern, korrigiert frühere Fehler der Institute und rechnet sie in Sitze um.
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