INSA sieht die AfD höher und die Grünen niedriger als andere Institute
INSA weist die AfD tendenziell 0,7 Punkte höher aus als andere Institute. Bei vier Bundestagswahlen lagen seine letzten Umfragen 1,1 Punkte je Partei neben dem Ergebnis.
Written in house from our poll data and our forecast.
INSA hat seit dem 28. Februar 2025 in unseren Daten für Deutschland 163 Umfragen veröffentlicht, sechs davon in den vergangenen 30 Tagen, die jüngste mit einer Feldzeit bis zum 28. September. Wir geben dem Institut die Note B.
Worin sich INSA von anderen Instituten unterscheidet
INSA weist die Grünen tendenziell 0,8 Punkte niedriger aus als andere Institute, die AfD 0,7 Punkte höher und die Union (CDU/CSU) 0,5 Punkte niedriger, die SPD dagegen 0,3 Punkte höher. Über 163 Umfragen sind das durchweg deutliche Unterschiede. Bei der Linken liegt INSA im Rahmen der anderen Institute.
Die jüngsten Umfragen zeigen dieses Muster: die AfD in den beiden letzten jeweils bei 29,5 Prozent, gegenüber 28,1 Prozent in unserem Durchschnitt, und die Grünen zwischen 13,5 und 14,5 Prozent.
Die Umfragen von INSA streuen nur etwa halb so stark um die Werte der anderen Institute, wie es die Stichprobengrößen erwarten ließen; das Verhältnis liegt bei 0,53, wobei 1 dem Normalfall entspricht. Die Zahlen liegen also näher an denen aller anderen, als es der Zufall allein ergeben würde. Für einen Hinweis unsererseits ist der Wert aber nicht niedrig genug.
Die bisherige Bilanz
Bei vier Bundestagswahlen von 2013 bis 2025 lagen die letzten INSA-Umfragen vor der Wahl im Schnitt 1,1 Punkte je großer Partei neben dem Ergebnis, 2025 nur 1 Punkt. Die Union unterschätzten sie im Mittel um 0,9 Punkte, die AfD überschätzten sie über 3 Wahlen um 0,4 Punkte.
Wie die nächste Umfrage zu lesen ist
Auch ohne jede tatsächliche Veränderung ist zu erwarten, dass INSA die AfD etwas über dem Durchschnitt und die Grünen etwas darunter ausweist. Der AfD-Wert des Instituts lag bei früheren Wahlen nahe am Ergebnis, und die Bilanz bei der Union spricht dafür, dass die Partei etwas besser abgeschnitten hat als in den letzten INSA-Umfragen.
Polling Forecast liest jede Umfrage in zehn Ländern, korrigiert frühere Fehler der Institute und rechnet sie in Sitze um.
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